Tuesday, June 20, 2006

4.Etappe Maria Langegg - Melk

Paudorf – Furth – Mautern – Mauternbach – Maria Langegg
3. Etappe 25 km
9 Uhr bis 17 Uhr 30

ERLEICHTERUNG

Nachdem ich mich in das Pilgerbuch eingetragen habe verabschiede ich mich aus dem Hellerhof. Ich treffe noch auf eine Postlerin, die ich frage, wo denn die nächste Post ist. In Furth 4 km weit. Ich freue mich endlich meinen Rucksack zu erleichtern. In Furth einer kleiner Ortschaft am Fuße des Stiftes Göttweig. Ich komme auf die Post und schnüre ein großes Paket. Meine Unterlegmatte, mein regenponcho, ein T-Shirt, Fleecejacke, kurze Hose, Rasierwasser fallen dem Gewicht meines Rucksackes zu Opfer und werden nach Wien geschickt. Das Paket hat 3 Kilogramm. Mein Rucksack Ich lasse Ihn noch abwiegen hat jetzt nur noch 9 Kilogramm. In Mautern treffe ich vor der Information, die geschlossen hat, einen Mann der mir eine Karte des Abschnitts Göttweig-Melk des Jakobsweges überlässt. Diese karte ist ein guter Führer für die nächsten zwei Tage. Urz nach Furth fragt mich eine alte Frau ob sie mich mit dem Auto mitnehmen solle. Ich erwidere, ich gehe doch lieber zu Fuß. In einer Kellergasse abseits der Hauptstrasse finde ich das erste Schild dieses Abschnittes. Ich entschließe mich für die nächsten zwei Tage diesem Weg zu folgen und erspare mir dadurch bei jeder Abzweigung in den Führer zu schauen.

TIPP: beide Führer mitnehmen.

In Mautern beginnt mein rechter Unterschenkel zu schmerzen. Ich habe endlich weniger gewicht. Jetzt beginnen meine Füße zu schmerzen. Auch der Ischias Schmerz ist weniger geworden. Ich habe einen anscheinend Hitzeauschlag bekommen und dir Reibung des Schuhes ist nicht gerade das Wahre. Mein rechter Unterschenkel ist total entzunden.

Es ist der bis jetzt heißeste Tag auf meinem Weg. Ich mache alle 45 Minuten eine kürzere Pause. In Mauternbach etwas länger. Nach Mauternbahc geht es ein kurzes Stück auf einer alten Römerstrasse und dann am Rand des Dunkelsteiner Waldes entlang. Bis ich in den Wald hinein gehe und es endlich etwas kühler auf Grund des Schattens wird.

Die Pausenabstände werden immer kürzer. Im Wald treffe ich auf keine Menschenseele. Ich bin einfach ganz alleine und es gibt keine Störungen. Es sind noch zwei Stunden bis nach Maria Langegg, wo ich geplant habe zu übernachten. Mir tun meine Füße weh. Meine Entzundenen Unterschenkel jucken und ich bin Müde. Es geht jetzt einfach nur darum einen Fuß vor den anderen zu setzen und einen Schritt nach dem anderen zu machen. Wie im wirklichen Leben auch. Einen Schritt nach dem anderen, dann kommt man an das Ziel. Nichts überstürzen und nicht zuviel vom Leben verlangen. Eins nach dem anderen und das hier undjetzt zu genießen nicht zu denken, was morgen ist, sondern im jetzt zu leben. Werde ich morgen noch weitergehen können, wenn meine Füße schon jetzt so aussehen, wie sie aussehen, rot und entzunden. Genieße das jetzt, was morgen sein wird, wird morgen sein.

Der Weg ist sehr gut beschildert, sowie generell der Weg zwischen Göttweig und Melk mit eigens von der Gemeinde produzierten Schildern makiert ist. Beim Kastlkreuz sind es noch zwei Stunden bis Maria Langegg. Ich mache eine kurze Pause trinke mein letztes Wasser. Und bin froh, dass ich bald mein heutiges Etappenziel erreichen werde.

In Maria Langegg angekommen, finde ich eine sehr, sehr kleine nahezu ausgestorbene Ortschaf vor. Als ich am Kloster angekommen öffnet niemand die Tür. In der angrenzenden Klosterstube sage ich zur Wirftin, dass ich auf Quatiersuche bin. Sie antwortete, ich solle es doch nochmals im Kloster probieren. Man müsse etwas länger läuten lassen. Falls im Kloster keiner mehr öffnet, oder wenn kein Platz mehr frei sein sollte. Könne Sie mich nach Schenkenbrunn mitnehmen. Dort könne ich im Gasthof übernahczten und am nächsten Morgen könne Sie mich dann wieder hier her bringen, damit ich meinen Weg fortsetzen könne. Ich bedanke mich für Ihr angebot und probiere es nochmals an der Klostertür. Nach längerem Läuten sieht aus dem ersten Stock eine freundliche Frau herunter und ich erkläre Ihr dass ich auf Herbergsuche sei, sie sagte, es sei kein Problem. Sie werde jetzt einmal herunter kommen.

Nach einem kurzen Gespräch. Wohin ich unterwegs sei? Wie lange schon? Sie sehen müde aus? Usw. Zeigt sie mir eine Zelle in der ich übernachten könne. Die Zellen in dem Kloster haben alle Namen von heiligen Persönlichkeiten. Ich übernachte im Zimmer mit dem Namen Johannes der Täufer.
Ich lege mein Gepäck ab. Und beieile mich wieder zurück in die Klosterstube. Da mir die Wirtin zuvor gesagt hatte, dass sie bals sperren werde. Ich aber einen wahnsinnigen Hunger habe, und die Kloasterstube an diesem Tag die einzige Gelegenheit ist etwas zu essen zu bekommen.

Nettes Gespräch mit einem Mann. Der auf dem Wegnachhause ist. Er arbeitet bei der Voest.

Nach dem ausgiebigen Essen gehe ich um 21 Uhr schlafen. Und schlafe sofort ein.

3.Etappe Paudorf - Maria Langegg

Paudorf – Furth – Mautern – Mauternbach – Maria Langegg
3. Etappe 25 km
9 Uhr bis 17 Uhr 30

ERLEICHTERUNG

Nachdem ich mich in das Pilgerbuch eingetragen habe verabschiede ich mich aus dem Hellerhof. Ich treffe noch auf eine Postlerin, die ich frage, wo denn die nächste Post ist. In Furth 4 km weit. Ich freue mich endlich meinen Rucksack zu erleichtern. In Furth einer kleiner Ortschaft am Fuße des Stiftes Göttweig. Ich komme auf die Post und schnüre ein großes Paket. Meine Unterlegmatte, mein regenponcho, ein T-Shirt, Fleecejacke, kurze Hose, Rasierwasser fallen dem Gewicht meines Rucksackes zu Opfer und werden nach Wien geschickt. Das Paket hat 3 Kilogramm. Mein Rucksack Ich lasse Ihn noch abwiegen hat jetzt nur noch 9 Kilogramm. In Mautern treffe ich vor der Information, die geschlossen hat, einen Mann der mir eine Karte des Abschnitts Göttweig-Melk des Jakobsweges überlässt. Diese karte ist ein guter Führer für die nächsten zwei Tage. Urz nach Furth fragt mich eine alte Frau ob sie mich mit dem Auto mitnehmen solle. Ich erwidere, ich gehe doch lieber zu Fuß. In einer Kellergasse abseits der Hauptstrasse finde ich das erste Schild dieses Abschnittes. Ich entschließe mich für die nächsten zwei Tage diesem Weg zu folgen und erspare mir dadurch bei jeder Abzweigung in den Führer zu schauen.

TIPP: beide Führer mitnehmen.

In Mautern beginnt mein rechter Unterschenkel zu schmerzen. Ich habe endlich weniger gewicht. Jetzt beginnen meine Füße zu schmerzen. Auch der Ischias Schmerz ist weniger geworden. Ich habe einen anscheinend Hitzeauschlag bekommen und dir Reibung des Schuhes ist nicht gerade das Wahre. Mein rechter Unterschenkel ist total entzunden.

Es ist der bis jetzt heißeste Tag auf meinem Weg. Ich mache alle 45 Minuten eine kürzere Pause. In Mauternbach etwas länger. Nach Mauternbahc geht es ein kurzes Stück auf einer alten Römerstrasse und dann am Rand des Dunkelsteiner Waldes entlang. Bis ich in den Wald hinein gehe und es endlich etwas kühler auf Grund des Schattens wird.

Die Pausenabstände werden immer kürzer. Im Wald treffe ich auf keine Menschenseele. Ich bin einfach ganz alleine und es gibt keine Störungen. Es sind noch zwei Stunden bis nach Maria Langegg, wo ich geplant habe zu übernachten. Mir tun meine Füße weh. Meine Entzundenen Unterschenkel jucken und ich bin Müde. Es geht jetzt einfach nur darum einen Fuß vor den anderen zu setzen und einen Schritt nach dem anderen zu machen. Wie im wirklichen Leben auch. Einen Schritt nach dem anderen, dann kommt man an das Ziel. Nichts überstürzen und nicht zuviel vom Leben verlangen. Eins nach dem anderen und das hier undjetzt zu genießen nicht zu denken, was morgen ist, sondern im jetzt zu leben. Werde ich morgen noch weitergehen können, wenn meine Füße schon jetzt so aussehen, wie sie aussehen, rot und entzunden. Genieße das jetzt, was morgen sein wird, wird morgen sein.

Der Weg ist sehr gut beschildert, sowie generell der Weg zwischen Göttweig und Melk mit eigens von der Gemeinde produzierten Schildern makiert ist. Beim Kastlkreuz sind es noch zwei Stunden bis Maria Langegg. Ich mache eine kurze Pause trinke mein letztes Wasser. Und bin froh, dass ich bald mein heutiges Etappenziel erreichen werde.

In Maria Langegg angekommen, finde ich eine sehr, sehr kleine nahezu ausgestorbene Ortschaf vor. Als ich am Kloster angekommen öffnet niemand die Tür. In der angrenzenden Klosterstube sage ich zur Wirftin, dass ich auf Quatiersuche bin. Sie antwortete, ich solle es doch nochmals im Kloster probieren. Man müsse etwas länger läuten lassen. Falls im Kloster keiner mehr öffnet, oder wenn kein Platz mehr frei sein sollte. Könne Sie mich nach Schenkenbrunn mitnehmen. Dort könne ich im Gasthof übernahczten und am nächsten Morgen könne Sie mich dann wieder hier her bringen, damit ich meinen Weg fortsetzen könne. Ich bedanke mich für Ihr angebot und probiere es nochmals an der Klostertür. Nach längerem Läuten sieht aus dem ersten Stock eine freundliche Frau herunter und ich erkläre Ihr dass ich auf Herbergsuche sei, sie sagte, es sei kein Problem. Sie werde jetzt einmal herunter kommen.

Nach einem kurzen Gespräch. Wohin ich unterwegs sei? Wie lange schon? Sie sehen müde aus? Usw. Zeigt sie mir eine Zelle in der ich übernachten könne. Die Zellen in dem Kloster haben alle Namen von heiligen Persönlichkeiten. Ich übernachte im Zimmer mit dem Namen Johannes der Täufer.
Ich lege mein Gepäck ab. Und beieile mich wieder zurück in die Klosterstube. Da mir die Wirtin zuvor gesagt hatte, dass sie bals sperren werde. Ich aber einen wahnsinnigen Hunger habe, und die Kloasterstube an diesem Tag die einzige Gelegenheit ist etwas zu essen zu bekommen.

Nettes Gespräch mit einem Mann. Der auf dem Wegnachhause ist. Er arbeitet bei der Voest.

Nach dem ausgiebigen Essen gehe ich um 21 Uhr schlafen. Und schlafe sofort ein.

2.Etappe Würmla - Paudorf

2. Etappe: Start: 9 Uhr, Ankunft: 18 Uhr 27km. 9 Stunden.
Gastfreundschaft
Würmla – Langmannersdorf – Herzogenburg –Maria Ellend – Paudorf

Das Frühstück bei der Familie Burger war sehr reichhaltig. Ich merke, dass ich gestern ganz schön Kalorien verbrennt habe, da ich nach dem ausgiebigen Abendessen jetzt in Früh wieder einen wahnsinnigen Hunger habe. Frau Burger sen. Will mir noch etwas anbieten, aber ich habe nach drei Semmeln mit ausreichend Wurst und Marmelade mit Butter genug.

Bereits am ersten Tag ist mir bereits aufgefallen, dass die Wegbeschreibungen etwas unklar sind, da es Wege gibt die inzwischen entstanden sind die in den Führern nicht berücksichtigt werden. Und prompt finde ich nach Würmla nicht die richtige Abzweigung und gehe auf einem Feldweg, der sich nach einer Stunde mitten in den Feldern zwischen Würmla und Langmannersdorf aufhört. Ich gehe zurück und komme in eine kleine Ortschaft Egelsee. In Egelsee gibt mir ein Mann Auskunft, welchen Weg ich nehmen muss.

TIPP 3: Diesen Umweg hätte ich mir ersparen können, wennn ich einfach im Gasthof Burger von dem ich gestartet bin, gefragt hätte, sie es weiter geht. Oftmals ist man müde und unachtsam, und interpretiert die Wegbeschreibungen auf seine Weise und das ist nicht immer die richtige.

In Langmannersdorf, dass wie ausgestorben ist, sehe ich enlich wieder die Jakobsmuschel, und der Weg ist hier auch gut beschrieben. Ich habe mir mitlerweile angewöhnt jeden Menschen den ich treffe zu grüßen, was wir als Städter nicht gewöhnt sind. Ich lächle jeden an, und die Menschen lachen auch zurück. Irgendwie trägt entweder meine gute Stimmung auf die Menschen über, oder ich nehme Ihre auf, was in dem Moment auch ziemlich wurscht ist, da es einfach schön ist Menschen zu treffen, die lachen und in meinem Herz mach ich eine ausgeglichene und wohlig warme Stimmung breit. Ich genieße die Natur und die Nähe zu mir und zu den Tieren. Vor Langmannersdorf sehe ich das erste Reh auf meinem Weg. Es springt einfach über die Felder und mir vor die Füße. Leider habe ich die Kamera nicht greifbar. Nach Langmannersdorf geht es wiede in den Wald. Eine angenehme Abkühlung. Es ist früher Nachmittag und es hat sicherlich um die 28 Grad.

Im Wald beginnt es wieder sehr Matschig zu werden. Als ich aus dem Gutenbrunnerwald hinauskomme, finde ich ein Schild, dass auf Jakobsweg Pilger hinweist. Ich bin am richtigen Weg und froh darüber Erstens finde ich immer wieder zwar nur vereinzelt, die Holztäfelchen mit der Jakobsmuschel. Zweitens scheine ich mich mit den Wegbeschreibungen anzufreunden, und ich und mein Führer verstehen und immer besser.

In Herzogenburg machen ich mitten auf der Straße mit zwei Wurtsemmeln eine längere Pause. Mein Ischias schmerzt und ebenso die Schultern Die Schmerzen an den Schultern merke ikch immer erst wenn ich den Rucksack runter nehme. Ich beschließe etwas langsamer zu gehen. Und ausserdem meinen Weg schritt für Schritt zu gehen. Nicht denken was kommen mag, sondern im hier und jetzt einen Schritt nach dem anderen zu machen.

Walpersdorf Schloßß bzw. Kloster

Kurz vor Maria Ellend beginnt es zum ersten Mal auf meiner Reise zu regnen. Ich finde nahe der Kirche einen Unterstand, wo ich auch gleich eine Pause mache. . Die Kirche Maria Ellend ist klein und schön. Ich gehe Hinein und spende eine Kerze für meinen guten weiterweg. Gleich bei der Kirche steht ein Postkasten mit Informationen für Jakobspilger. Ich rufe gleich im Hellerhof an und mache mir mein Quatier für die Nacht klar.

TIPP 4. Nicht den Weg von Peter Lindethal gehen. Sondern den Schildern mit Paudorf – Hellerhof folgen. Führen auf einem sehr angenehmen und gut beschilderten Weg zu Hellerhof.

Die Dame die an diesem Tag das Pilgertelefon ist total freundlich und hilfsbereit, sagt zu mir ich solle doch nochmals anrufen, wenn ich kurz vorm Heller stehe. Sie komme dann gleich.
Als ich vor dem Hellerhof stehe, bin ich über dessen Größe überrrascht. Er ist riesig. Und für Jakobspilger wurde ein eigener Raum mit Matrazen eingerichtet. Es gibt eine Küche du Wc
und Bad.

TIPP 5: Wenn es in die Route passt, unbedingt im Hellerhof übernachten. Es ist einfach eine perfekte Übernachtungsmöglichkeit für Pilger.

Im Hellerhof angkommen, melden sich meine Muskeln. Ich enstchließe mich jetzt entgültig mich von Teilen meines Gepäcks zu erleichtern, da meine Schultern schmerzen. Ausserdem werde ich mitr einen Franzbranntwein zulegen. Um meine Muskeln etwas zu entspannen.

Der örtliche Supermarkt hat bis 19 Uhr geöffnet. Und im Gasthaus esse ich ein vorzügliches Abendmahl. Um 20 Uhr 30m liege ich im Bett und schlafe in den alten Gemäuern des Hellerhofes gleich tief und fest.

1.Etappe Wien - Würmla

1. Etappe. Start 8 Uhr 30. Ankunft: 18 Uhr 30, 29 km 10 Stunden
Purkersorf – Ried am Riederberg – Sieghartskirchen – Siegersdorf - Würmla
MUDHOLE

Um 8 Uhr in Hütteldorf in den Zug nach Purkersdorf.

Als ich in den Wanderweg einsteig, gleich das erste Hindernis LKW versperrt mir den Weg. Da es ein Hohlweg ist, sind neben dem herrenlosen LKW links und rechts gerade ein Körperbreite Platz. Ich schnalle den Rucksack ab. Und zwänge mich an dem Fahrzeug durch.
Dann beginnt ein Wanderweg Richtung Troppberg. Auf dem Weg treffe ich eine Frau die gerade einen Spaziergang mit Ihrem Hund macht. Der Adolf Samper Weg. Gehe mit der Frau ein Stück. Ich erzähle Ihr was ich vorhabe. Sie erzählt mir dass Sie auch des Öfteren mit Ihrem Mann weite Wegstrecken zu Fuss zurücklegte. Und es immer einzigartige Erfahrungen waren. Ich freue mich bereits auf meine Erfahrungen. Nach ca. einer halben Stunde des gemeinsamen Marschierens trennen uns unsere Wege.

Der Weg ist gut und ausreichend markiert. Außerdem treffe ich auf die ersten Jakobsmuschel Schilder. Auf der Troppbergwarte kann ich mir es nicht nehmen lassen die Warte zu besteigen, obwohl Sie abseits meiner Route nach Ried am Riederberg liegt. Ich besteige die Warte und geniesse den Ausblick. Meinen Rucksack habe ich auf dem blau markierten Weg nach Ried stehen gelassen. Kurz vor Ried gelange ich zu der Klosterruine. Kurze Pause.

In Ried angekommen gehe ich ein kurzes Stück auf der Bundestrasse, da ich den Weg Richtung Sieghartskirchen nicht finden kann. In Sieghartskirchen gehe ich in die Tankstelle am Ortseingang, da ich bereits ein Riesendurst habe und der eine Liter Wasser den bei mir trage bereits aufgebraucht ist. In Sieghartskirchen Will ich mir beim Adeg etwas zu essen kaufen. Doch der hat geschlossen Mittag.
Also gehe ich durch Sieghartskirchen weiter nach Siegersdorf. Zum ersten Mal meldet sich mein Rücken. Ich überlege mir, dass mein Rucksack viel zu schwer ist. Und ich treffe zum ersten Mal die Entscheidung mich von einigem Gewicht zu verabschieden. Vielleicht habe ich zuviel mit. Außerdem hätte ich mit dem vollen Rucksack einmal eine Probewanderung machen sollen, um herauszufinden, ob der Rucksack zu schwer oder richtiges Gewicht hat. Über Felder geht es nach Siegersdorf. Mitten im Ort finde ich eine Bank, die im Schatten steht. Ich ziehe meine Schuhe aus und mache ein halbstündiges Nickerchen.

Von den Toten auferstanden mache ich mich auf die Suche nach einem Geschäft in Siegersdorf. Mein Jakobswegführer zeigt an, dass in Siegersdorf sich ein solches befinden soll. Auf der Suche komme ich an einem Garten vorbei. In dem Garten spielen zwei Kinder. Ich frage die junge Mutter, wo den hier ein Geschäft sei, indem ich etwas zu Essen einkaufen könnte. Sie sagte ich müsse nochmals einen Kilometer zurück. Ich schnaufte einmal durch, da die Hitze und der überschwere Rucksack bereits an meinen Kräften zehrt. Da kommt eine ältere Frau aus dem Garten, die Mutter der jungen Dame und bietet mir an Sie könne mir doch eine Kleinigkeit zu essen machen und könne mir doch die Wasserflasche anfüllen. Im ersten Moment lehnte ich ab, nach kurzer Zeit nahm ich an.
Nicht nur geben ist wichtig auch nehmen zu können ist eine schöne Geste.
Im Garten aß ich vier Wurstbrote, hatte schon einen riesen Hunger. Ich erzählte der Frau von meinem Vorhaben. Und Sie erzählte, dass Sie davon schon gehört habe. Nach einer Stunde Rats, machte ich mich auf, da ich noch nach Würmla muss. Es war bereits 4 Uhr geworden. Ich verspreche Helga Widmann noch Ihr eine Karte von meinem Endziel zuschicken. (Große Tullnstrasse 19, 3041 Asperhofen. Und laut Führer hatte ich noch einen Weg von 1,75 Stunden vor mir. Und bis jetzt war e so, dass ich dem Zeitplan von Peter Lindenthal schon weit zurückhänge. Ich verabschiede mich, die Frau gab noch einen Rat wie ich die Strecke nach Würmla ein wenig abkürzen konnte. Überhaupt ist es so, dass ich um einiges langsamer gehe als Peter Lindenthal. Ich benötige ca. um ein viertel länger. Er geht ca. 5km/ ich komme nicht über 4km/h hinaus. Außerdem hat er die Pausen nicht in seinen Routen eingeplant.

Nach den starken Regenfällen der letzten Tage ist der ganze Weg immer wieder sehr matschig und schlammig. Meine Schuhe sehen dementsprechend aus. Und es kostet mir sehr viel Kraft. Die Schlammlöcher zu überwinden. So gegen späten Nachmittag meldet sich mein Ischias. Und ich spiele mich zum ersten Mal mit dem Gedanken etwas kurzer zu treten. Ich begegne oft stundenlang keiner Menschenseele. Bis auf die Frau und bis auf die Gruppe Reiter die bei der Eisernen Hand 1 Stunde vor Würmla begegne ich im Wald keinen Menschen. Als ich vor Würmla aus dem Wald komme sehe ich bald den Ort. Meine Beine schmerzen und mein Ischias ebenfalls. Ich weiß gleich werde ich und Würmla sein. Und freue mich bereits auf die warme Dusche und auf das Bett. Würmla wirkt wie ausgestorben als ich gegen halb sieben in den Ort komme.

Will noch beim Pfarrer vorbeischauen, der angeblich eine Pilgerherberge plant, habe aber die Kraft nicht mehr und gehe daher gleich in den Gasthof Burger gegenüber der Kirche. Die alte Frau Burger steht hinter dem Tresen und sieht ich mitleidsvoll an. „Kann ich bei Ihnen übernachten, (bitte). Sind die einzigen Worte die ich raus bringe. Sie zeigt mir gleich mein Zimmer. In dem Gasthof stehen die Männer an der Bar und sehen mich an wie einen außerirdischen. Später erfahre ich, dass so etwa alle zwei bis drei Tage ein Pilger vorbei kommt, um in dem Haus zu übernachten.

Ich lege mich auf mein Bett und schlafe gleich einmal für eine halbe Stunde. Frau Burger sen. Hat mir auch angeboten, mir etwas zu essen zu machen. Ich nehme dankend an. Nach einer ausgiebigen Dusche. Betrete ich den Gastraum und bekomme ausgezeichnete Augsburger mit Fisolen und Rösti. Anscheinend habe ich sehr ausgehungert ausgesehen. Die Portion reicht locker für zwei Personen. Danke Familie Burger für dieses ausgezeichnete. Essen. Abends im Bett überlege ich, an den folgenden Tagen etwas kürzer zu treten und nicht unbedingt den Routenplan einzuhalten.

TIPP 1: Unbedingt den Gasthof Burger in die Routenplanung einbeziehen. Die ganze Familie ist hilfsbereit und sehr freundlich. Außerdem sind die Preise ebenfalls sehr moderat. Ich habe es leider verabsäumt mich beim Pfarrer zu melden. Das würde ich ebenfalls empfehlen.

Ich treffe noch auf einen Redakteur der für das Bezirkblatt Tulln eine Reportage über den Jakobsweg schreibt. Er nimmt meine Story auf und verspricht mir ein Exemplar zukommen zu lassen.

TIPP2: Das Gepäck bei zwei drei Wanderungen testen. Ob es auch leicht genug ist. Ich habe 75 Kilogramm und habe mein Gepäck von 12 auf 9 Kilogramm reduziert. Es macht einfach mehr Spass, wenn sich der Rucksack nicht so hineinhängt.

Gasthof Burger hat am Dienstag Ruhetag.

Monday, June 19, 2006

Mein Weg auf dem Jakob von Wien nach Pöchlarn

Ich bin jetzt seit fünf Tagen auf dem österreichischen Teil des Jakobsweges. Bis jetzt habe ich die Strecke Wien - Pöchlarn zurückgelegt. Heute werde ich eine Pause einlegen, um dann morgen mich aufzumachen in Richtung Ybbs.